Das Projekt "Fäden der Erinnerung" entdecken

Worum geht es?

Die Geschichte der Textilindustrie in Westsachsen wurde von vielen Menschen geprägt – von Arbeiterinnen und Arbeitern, technischen Fachkräften, Familien, Zugewanderten und ganzen Generationen von Beschäftigten. Ihre Erfahrungen sind Teil der regionalen Geschichte und zugleich Zeugnisse gesellschaftlicher Veränderungen.

Mit dem Projekt „Fäden der Erinnerung“ möchten wir diese Erinnerungen bewahren, sichtbar machen und für die Zukunft sichern. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten von Arbeit, Migration, gesellschaftlichem Wandel und dem Leben in unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Systemen. Dabei interessieren uns nicht nur historische Ereignisse, sondern vor allem die Menschen, die sie erlebt und mitgestaltet haben.

Gemeinsam mit Jugendlichen dokumentieren wir Zeitzeugeninterviews, erschließen historische Quellen und entwickeln neue Formen der Vermittlung. Die Erinnerungen werden in kreativen Projekten und Bildungsangeboten aufgegriffen und zugleich langfristig digital gesichert.

Das Projekt möchte unterschiedliche Generationen miteinander ins Gespräch bringen, Perspektiven sichtbar machen, die bisher wenig Beachtung gefunden haben, und einen Beitrag zur regionalen Erinnerungskultur leisten. Die entstandenen Materialien sollen nicht nur vor Ort genutzt, sondern auch in digitale Archiv- und Forschungsnetzwerke eingebunden werden, damit sie langfristig für Bildung, Forschung und Öffentlichkeit erhalten bleiben.

Projektteile

Erinnerungen und Geschichten

Zeitzeugeninterviews, persönliche Erfahrungen und historische Quellen bilden das Herzstück des Projekts. Gemeinsam mit Jugendlichen dokumentieren wir Erinnerungen und erschließen neue Perspektiven auf die Geschichte der Textilindustrie in Westsachsen.

Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen ehemaliger Beschäftigter der Textilindustrie, von Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeitern in der DDR sowie Erinnerungen an die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche nach 1989. Uns interessieren persönliche Lebensgeschichten ebenso wie gemeinsame Erfahrungen von Arbeit, Zusammenhalt und Wandel.

Neben aktuellen Interviews arbeiten wir auch mit historischen Tonaufnahmen und Zeitzeugenberichten aus den Sammlungen der Tuchfabrik Gebr. Pfau. Diese werden gesichert, digital aufbereitet und neu erschlossen, um Erinnerungen langfristig zu bewahren.

In Workshops lernen Jugendliche Methoden der Oral History kennen und erfahren, wie Interviews vorbereitet, geführt und ausgewertet werden. Durch Gespräche und gemeinsame Veranstaltungen entstehen neue Begegnungen zwischen Generationen und unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte der Region.

Die gesammelten Erinnerungen bilden die Grundlage für weitere Projektteile wie das Theaterprojekt, die Wanderausstellung und die digitale Archivierung.

Jetzt mitmachen

Erfahren Sie hier, wie Sie das Projekt unterstützen und mitgestalten können.

Auf der Bühne - Theaterprojekt

Erinnerungen und persönliche Geschichten können auf unterschiedliche Weise erzählt werden. Das Theaterprojekt eröffnet Jugendlichen die Möglichkeit, sich kreativ mit historischen Erfahrungen und aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen.

Aus Gesprächen, Interviews und gemeinsamen Recherchen entstehen neue Einblicke in Themen wie Arbeit, Migration, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Wandel. Künstlerische Methoden ermöglichen dabei einen besonderen Zugang zu Geschichte: Sie schaffen Raum für eigene Erfahrungen, Perspektivwechsel und den Austausch zwischen Generationen.

Das Theaterprojekt befindet sich derzeit in der Konzeptionsphase und ist für 2027/2028 geplant.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Geschichten in Bildern - Wanderausstellung

Aus den Erinnerungen, Interviews und Projektergebnissen entsteht eine Wanderausstellung, die ab 2027 an verschiedenen Orten in der Region gezeigt werden soll. Ziel ist es, die gesammelten Geschichten über das Museum hinaus sichtbar zu machen und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.

Jugendliche gestalten die Ausstellung aktiv mit. Gemeinsam wählen wir Erinnerungen, Zeitzeugenberichte und historische Quellen aus und überlegen, wie sich diese Geschichten in Bilder, Texte und Erzählungen übersetzen lassen. Geplant ist eine Gestaltung im Stil einer Graphic Novel.

Durch die Verbindung von Bild, Text und biografischen Erzählungen entstehen neue Zugänge zur Geschichte der Textilindustrie, zu Erfahrungen von Arbeit und Migration sowie zu den gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte. Die Wanderausstellung soll insbesondere junge Menschen ansprechen und an unterschiedlichen Orten Begegnungen mit regionaler Geschichte ermöglichen.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

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Worum geht es beim Projekt "Fäden der Erinnerung"?
Das Projektteam und unsere Unterstützer.
Wie Sie mitmachen und das Projekt unterstützen können.
Ausgewählte Interviews, Einblicke in die Workshops und hinter die Kulissen.
Kommende Veranstaltungen, neue Kooperationen und wichtige Meilensteine des Projekts.